Archiv für November 2009
Jeder, der in den letzten Jahren im Krankenhaus gewesen ist, merkt es: Die Zwei-Klassenmedizin muss nicht verhindert werden, sie ist bereits Realität. Gesetzlich Krankenversicherte, die zudem über keine private Krankenhauszusatzversicherung verfügen, müssen in der Regel länger auf einen OP-Termin warten, werden in den meisten Krankenhäusern in Mehrbettzimmern untergebracht oder sogar in Zimmern “reingeschoben”, die gar nicht für so viele Personen ausgelegt sind. Darüber hinaus müssen sich ”Normalversicherte”, wenn keine akute Lebensgefahr, auf eine Chefarztbehandlung verzichten und sich mit eher unerfahreneren Ärzten zufrieden geben. Außerdem werden diese Patienten meistens sehr früh aus Kostengründen aus dem Krankenhaus entlassen und sind deshalb darauf angewiesen, zu Hause ihre Krankheit auszukurieren und sich von einer schweren OP erholen. Doch das alles ist dem Heilungsprozess und auch dem seelischen Wohlbefinden nicht gerade förderlich.
Auch die freie Krankenhauswahl und noch wichtiger die freie Arztwahl sind die Vorzüge einer guten Krankenhauszusatzversicherung. Insbsondere dieser Punkt sollte nicht unterschätzt werden, denn nicht jeder Arzt hat die gleiche Erfahrung und das gleiche Fachwissen. Wie alle Menschen sind auch Ärzte keine “Götter” und es gibt gravierende Unterschiede. Wer z. B. an Prostatakrebs erkrankt und keine private Krankenhausversicherung hat, wird von einem Arzt behandelt, der viele Operationen im Jahr durchführt und nicht unbedingt auf Prostatakrebs spezialisiert ist. Mit einer privaten Krankenhauszusatzversicherung kann sich der Versicherungsnehmer dagegen von einem Arzt behandeln lassen, der auf diese spezielle Krankheit spezialisiert ist und anstatt zehn, vielleicht hundert Protataoperationen in einer Zeitspanne ausübt. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit eines optimalen Operationsergebnis signifikant. Ein Vorteil, der nicht unterschätzt werden darf. Gerade das Beispeil von Protatakrebs kann unglimpflich ausgehen und sogar Inpotenz zur Folge haben. Eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität ist die Folge, daher sollte hier auf wirkliche Experten gesetzt werden, die auch komplizierte Formen des Prostatakrebes regelmäßig durchführen und somit die nötige “Routine” haben.
Darüber hinaus sind bei einem guten Tarif auch die vor- und nachstationäre Behandlung mitversichert, womit der Begriff der Krankenhauszusatzversicherung dem gesamten Leistungsumfang nicht gerecht wird.
Leider sparen die meisten Menschen daran, auch weil man sich besonders in Zeiten der Gesundheit, nicht gerne Gedanken über die Folgen einer Krankheit macht und falschen Optimismus an den Tag legt. Die unterlassene Eigenvorsorge für den Ernstfall kann nicht mit dem Unterlassen der Eigenvorsorge entschuldigt werden. Im Gegenteil ist eine Krankenhauszusatzversicherung gerade bei Gesundheit abzuschließen, da die Versicherungsbedingungen dann am günstigsten sind. Auch für Kinder ist eine Krankenhauszusatzversicherung sehr zu empfehlen, weil nur diese es ermöglicht, dass ein Elternteil mit dem Kind im Zimmer schlafen kann (rooming in), was maßgeblich zur Angstverminderung und damit zum Heilungsprozess des Kindes beiträgt.
Der Abschluss einer Krankenhauszusatzversicherung macht nicht nur auf Grund der Behandlung im Einzelzimmer und druch den Chefarzt Sinn, sie erkürzt auch die Wartezeit für viele Behandlungen und die krankenhäusliche Versorgung insgesamt ist besser. Mit einer guten Krankenhauszusatzversicherung hat der Patient auch mehr Zeit im Krankenhaus zu genesen und sich von einer u. U. schweren OP zu erholen.
Doch kaum einer macht sich darüber Gedanken, was überhaupt kommt, wenn man entlassen wird. Dass die Behandlung durch Ärzte oft nicht ausreichend zur nachhaltigen und vollständigen Genesung ist, sondern es auch der Einbezug des mentalen und psychischen Heilungsprozess bedarf ist bei den meisten noch nicht angekommen.
Der Abschluss einer Zusatzversicherung Heilpraktiker ist hier sinnvoll, auch um die postklinische Behandlung und einen ganzheitlichen Ansatz der Heilung zu gewährleisten. Beispielsweise ist ein Herzinfarkt vorwiegend die Folge von Streß und langjähriger Überanstrengung. Die Behandlungsmethoden der traditionellen chinesischen Medizin erbringen bei der Bekämpfung der Krankheitsursachen erwiesenermaßen einen nachhaltigen Erfolg. Auch wenn man nach einer Krankheit schnell wieder im Berufsalltag ankommen muss, helfen die Methoden der alternativen Medizin deutlich, indem z. B. in den Heilungsprozess bzw. der Änderung der Lebenseinstellung ein besseres Stressmanagement dem Patienten vermittelt werden kann. Leider bezahlt die Gesetzliche Krankenkasse nur in ganz selten Ausnahmefällen Sitzungen beim Heilpraktiker und dann in der Regel zeitlich begrenzt. So werden gewöhnlich nur weniger als zehn Akupunktursitzungen bezahlt. Zum Einstellen eines nachhaltigen Erfolges sind aber deutlich mehr erforderlich.
Eine Heilpraktikerversicherung ist in jedem Fall eine sinnvolle Ergänzung zu einer Krankenhauszusatzversicherung, weil auf diesen Wege sicher gestellt werden kann, dass nach eines Krankenhausaufenthaltes zukünftigen Krankenhausaufenthalten besser präventiv vorgebeugt werden kann.
