Artikel-Schlagworte: „private Krankenvollversicherung“
Ein junger Mensch im z. B. 30. Lebensjahr macht sich vielleicht wenig Gedanken über seine Gesundheit und darüber, mit welchen Nachteilen ein Gesetzlich Versicherte für den Ernstfall des Krankenhausaufenthalts zu rechnen hat. Berufseinstieg und das Voranbringen der eigenen Karriere, die oder der Lebenspartner und die Frage, ob man eine Familie gründen möchte und viele freizeitliche Aktivitäten verdrängen oft die Gedanken an die Folgen einer ernsthaften Erkrankung. Dabei sollte sich gerade ein junger Mensch, der meistens noch gesund ist, zum Thema Gesundheitsabsicherung beraten lassen. Denn: Nur wer noch keine Krankheitsgeschichte vorzuweisen hat, besteht die Gesundheitsprüfung einer privaten Krankenhauszusatzversicherung. Doch die Unterschiede zwischen den Tarifen sind enorm, daher lohnt sich der Versicherung Vergleich, der die vier wichtigsten Kriterien für eine gute Zusatzversicherung Krankenhaus als Beurteilungsgrundlage nimmt.
Eine gute Krankenhauszusatzversicherung erkennt man daran, dass die Versicherungsleistung mehr als das 3,5fache der Gebührenordnung für Ärzte beträgt, denn für viele individuelle Behandlungen können weitaus höhere Kosten in Rechnung gestellt werden als die Gebührenordnung, die sich meist nur an Regelleistungen orientiert, vorsieht.
Auch wenn man eine private Krankenhauszusatzversicherung strikt von einer ambulanten Krankenzusatzversicherung trennen sollte, da es zwei Paar Schuhe sind, sollte eine Zusatzversicherung Krankenhaus auch die vorstationäre Behandlung ebenso wie die nachstationäre mit einschließen und auch für Operationen zahlen, die ambulant durchgeführt werden können, denn die Gesetzliche Krankenversicherung hat insbesondere diesbezüglich große Versorgungslücken und eine ambulante Krankenzusatzversicherung deckt nur Behandlungen ab, die nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der stationären Behandlung liegen.
Da der Sinn einer privaten Krankenhauszusatzversicherung gerade in der Gewährleistung der besten Behandlung durch die besten Ärzte liegt, macht eine billige Krankenzusatzversicherung keinen Sinn, die nicht für die Differenzkosten aufkommt, die entstehen, wenn der Patient in ein Krankenhaus geht, das nicht auf der ärztlichen Überweisung steht.
Immer mehr moderne Krankenhäuser sind inzwischen sog. “gemischte Anstalten”, d. h. die Klinik erbringt auch Kur und Reha Behandlungen. Eine Zusatzversicherung Krankenhaus sollte deshalb für diese Kliniken keine Einschränkungen vorsehen.
Die CSS Versicherung CSS Clinic 2 erfüllt nicht nur alle diese Leistungskriterie, sondern leistet darüber hinaus auch noch für roomig-in, also die Unterbringung eines Elternteils im Zimmer des stationär behandelten Kindes. Noch wichtiger ist aber, dass die CSS Krankenhauszusatzversicherung sehr innovative Schadensfreiheitsrabatte hat, d. h. wie bei einer Kraftfahrzeugversicherung profitiert man bei einer Nichtanspruchnahme von sinkenden Beitragssätzen. Das wohlgemerkt, obwohl die CSS clinic 2 für männliche 30jährige Antragssteller mit 16,40 und für 30jährige Frauen mit 25,40 Euro extrem günstig ist und das bei einmaligen Versicherungsleistungen.
Doch damit nicht genug. Die CSS clinic 2 leistet auch noch für stationäre Kuren, was derzeit einmalig auf den Markt ist.
Allerdings sind die Aufahmehürden bei der CSS Versicherung auch sehr hoch und es muss damit gerechnet werden, dass in den nächsten Jahren der Beitragssatz angepasst wird. Davon abgesehen sollte die Entscheidung für eine Zusatzversicherung auch nie nur von allgemein gültigen wenigen Beurteilungsgrundsätzen abhängen, da es auch immer eine Frage des individuellen Bedarfs ist, welche Gesundheits Absicherung die bessere ist.
So ist die ARAG 262 zu empfehlen für Versicherte, die mit dem Gedanken spielen später einmal in die private Krankenvollversicherung zu wechseln, da die CSS Versicherung ein reiner Zusatzversicherer ist.
Die Hallesche CSA100/CSW2 kommt dagegen insbesondere für Kinder in Betracht, da auch viele Zusatzleistungen wie Sehhilfen etc. mitversichert sind. Darüber hinaus leistet die Hallesche Zusatzversicherung Krankenhaus auch für die vier genannten Leistungskriterien, was keine Selbstverständlichkeit ist, da höchstens eine Handvoll Klinik Tarife dies erfüllen (wozu auch die Axa Versicherung gehört).
Wer heute nicht privat versichert ist, muss im Falle der Notwendigkeit einer stationären Behandlung oft mit langen Wartezeiten für OP Termine, einer suboptimalen Versorgung im Krankenhaus und einer schlechten Krankenhausnachbetreuung rechnen. Leider kann in die private Krankenvollversicherung erst ab einer einer bestimmten Einkommensschwelle gewechselt werden, so dass der Abschluss einer Krankenhauszusatzversicherung sehr wichtig und angesichts weiterer Gesundheitsreformen immer wichtiger wird. Denn: Was heute noch im Rahmen der Gestzlichen Krankenversicherung abgesichert ist, kann nicht für die Zukunft garantiert werden, obwohl die stationäre Behandlung von Gesetzlich Versicherten schon heute an allen Ecken zu wünschen übrig lässt.
Eine sehr zu empfehlende Krankenhauszusatzversicherung ist die ARAG Tarif 261, der die Unterbringung in einem Einbettzimmer garantiert. Allerdings sollte nicht zu sehr darauf geachtet werden, zumal bedacht werden muss, dass auch bei einer Unterbringung im Zweibettzimmer, was bei dem deutlich günstigeren Arag Tarif 262 der Fall ist, die stationäre Aufnahme in die Privatstation des Krankenhauses erfolgt. Damit verbunden ist nicht nur eine bessere Behandlung durch Ärzte, sondern es stehen dem Patienten auch mehr Krankenschwestern zur Verfügung.
Wichtiger ist aber, dass die ARAG Krankenhauszusatzversicherung die freie Klinikwahl garantiert, ohne, dass der Patient die Mehrkosten einer auf dem Überweisungsschein angegebenen Klinik zu zahlen hat. Zudem hat der Versicherte der Krankenhauszusatzversicherung wie ein “vollwertiger” Privatpatient den Anspruch auf eine Chefarztbehandlung (wobei allerdings allgemein die freie Arztwahl höher zu bewerten ist, da lehrende Chefarzt nicht zwangsläufig immer die bessere Routine und Erfahrung im Operieren haben muss).
Wichtig einzustufen ist auch die Garantie einer mit der stationären Behandlung verbundenen Vor- und Nachbehandlung. Darüber hinaus leistet eine gute Zusatzversicherung Krankenhaus wie die ARAG auch für ambulante Operationen in einer Klinik, auch wenn diese von Privatärzten vorgenommen wird, sofern dadurch die stationäre Aufnahme umgangen werden kann.
Wichtig zu beachten ist auch, dass Markenzeichen eines guten Klinik Tarifes es ist, dass diese auch mehr leistet als die vorgesehenen Höchstgrenzen der Gebührenordnung, was bei der Arag der Fall ist, aber auch bei der CSS Versicherung, die momentan für die meisten Antragsteller noch etwas günstiger ist als die ARAG, allerdings muss bei der CSS Krankenhauszusatzversicherung mit Beitragsanpassungen in den nächsten Jahren gerechnet werden. (Dies kann allerdings bei jeder Krankenversicherung der Fall sein, doch im Gegensatz zur Gesetzlichen Krankenkasse gelten die Leistungen als garantiert, die im Versicherungsschein angegeben sind. Dagegen kann der Gesetzgeber weitere Kürzungen vornehmen).
Der Leiter des Grönemeyerinstituts für Mikrotherapie an der Universität Bochum kritisiert den Gesundheitsfonds scharf. Das System der zentralen Mittelverwaltung und einheitlichen Beitragssätzen diene in erster Linie dem Zweck, die wahren Kosten des Gesundheitssystems zu verschleiern. Der Bundeskanzlerin fehle der Mut von einer falschen Entscheidung nun wieder abzurücken und den Bürger somit im Gesundheitswesen wieder mehr Gestaltungsspielraum zu geben. Zumal in der neuen Regierungskoalition die Notwendigkeit der Kompromisse deutlich geringer sei als dies in der Großen Koalition gewesen ist, sei es an der Zeit den Fonds, den große Teile der Union auch zu Anfang nicht haben wollten wieder abzuschaffen. Die Bevölkerung würde dies auch begrüßen. Grönemeyer kritisiert in seiner Stellungnahme insbesondere die Bürokratie, die mit dem zentralen Verteilungssystem des Fonds verbunden ist und die Tatsache, dass es geleugnet wird, dass damit ein großer bürokratischer Aufwand und hohe Kosten verbunden sind. Eine transparente Struktur im Krankenkassensystem sei zwar notwendig. Doch es stimme nicht, dass diese nicht durch ein bürokratisches Supersystem hergestellt werden könne. Aus dem System sei nach Grönemeyers Ansicht auch die ungerechtigte Verbreitung von zwei verschiedenen Impfstoffen gegen die Schweinegrippe hervor gegangen. Leistungen aus dem Gesundheitssystem dürften nicht als “Gnadenerweis” verteilt werden. Grönemeyer kritisiert weiter, dass angesichts des Milliardendefizits überhaupt noch über den Gesnndheitsfonds diskutiert wird. Diese Ansicht ist nicht schwer nachzuvollziehen, zumal der Gesundheitsfonds gegründet worden ist, um die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenkassen zu sichern und effizienter zu gestalten. Grönemeyer findet es auch nicht richtig, dass die Patienten nicht wie bei privaten Krankenkassen in die Abrechnung von Behandlungskosten mit einbezogen werden, worunter die Demokratisierung im gesetzlichen Krankenkassensystem leidet. Die Kosten im gesetzlichen Krankenkassensystem sind druch den Gesundheitsfonds keineswegs transparenter geworden für die Versicherten, im Gegenteil. Über den Abschluss einer privaten Krankenversicherung sollte daher umso mehr nachgedacht werden, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Doch auch wer in der gesetzlichen Krankenkasse bleiben will oder muss hat die Möglichkeit durch eine kluge Wahl, auch im System des Gesundheitsfonds zu profitieren. So bietet die BKK Pflaz ein spezielles Bonusprogramm an. Wer die Voraussetzungen erfüllt (es müssen lediglich die Standardimpfungen und -vorsorgeuntersuchungen bescheinigt werden) kann Bonuszahlungen bis zu 150 Euro im Jahr erhalten, wenn diese für gesundheitsfördernde Aktivitäten oder eine private Krankenhauszusatzversicherung ausgegeben werden.
